Menschen am Bildschirmarbeitsplatz

Menschen am Bildschirmarbeitsplatz

Bildschirmarbeit ist Hochleistungssport für das Auge. Es ist sogar ein visueller Mehrkampf!

© puhhha
© puhhha

Bei dauerhaftem Einsatz am Bildschirm absolviert ein Mitarbeiter 12.000 – 33.000 Blickwechsel am Tag. Auch die Pupillen müssen sich 4.000 bis 17.000mal pro Tag an wechselnde Helligkeit und Entfernung anpassen. Dabei muss die Fixierung möglichst ruhig gehalten werden, um kleine Blicksprünge, zum Beispiel beim Lesen einer IBAN braucht, punktgenau zu ermöglichen.

Beide Augen müssen sich auf den Bildschirm richten. Dabei sind die Augenachsen aktiv gleichzeitig nach unten und innen gerichtet. Nach 3-stündiger Computerarbeit braucht es bis zu 1 Stunde, bis der Mitarbeiter wieder entspannt in die Ferne schauen kann!

Viele Mitarbeiter helfen sich selbst, in dem sie bei Anstrengung unbewusst ein Auge abschalten. Die Folge: der Mitarbeiter verdreht den Kopf und Körper.

Auch die Linse muss sich an die Nähe anpassen. Insbesondere für Menschen jenseits der 40 Jahre ist dies jedoch ein großes Problem. Die Gleitsichtbrille, die der Mitarbeiter erhält, führt deswegen oft zu Nackenproblematiken.

Fast 80 Prozent derjenigen, die täglich länger als drei Stunden am Computer arbeiten, klagten in einer Untersuchung der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz- und Arbeitsmedizin über Beschwerden an Augen und Rücken. Dabei litt fast die Hälfte unter sogenannten asthenopischen Beschwerden: Die Augen jucken, tränen oder flimmern, die Betroffenen ermüden schnell, leiden an Migräne oder auch Schwindelanfällen.

Beschwerdebilder bei „Office Eye Syndrom“

  • Sehstressproblematiken (rote, brennende, müde oder trockene Augen)
  • Zunehmende Fehlsichtigkeit
  • Unschärfe, Doppelbilder, Verschwimmen des Textes
  • Lesen wird als anstrengend empfunden und oft vermieden
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Regelmäßiges Einschlafen beim Fernsehen
  • Licht- und Blendungsempfindlichkeit
  • Probleme beim nächtlichen Autofahren
  • Schwierigkeiten im Bereich Leseverständnis
  • Probleme beim Lesen von Zahlen/Buchstabenketten (zum Bsp. IBAN !)
  • Schiefhaltungen des Kopfes, Nacken und Rückenprobleme
  • Balanceprobleme

In speziellen Screenings wird ein visuelles Leistungsprofil erstellt, sodass der Computerarbeiter erkennen kann, wo er im visuellen System „Energiefresser“ hat, die dazu führen, dass er nicht stressfrei durch den Tag kommt.

Eine angepasste Maßnahme schult den Mitarbeiter, sein visuelles System möglichst ergonomisch zu nutzen.

Bei unseren Maßnahmen handelt es sich nicht um Entspannungsseminare! Wir möchten, dass Sie gar nicht erst „verspannen“ und stressfrei durch den Tag kommen.

Schreibe einen Kommentar